Wo liegt der Schwerpunkt bei Dianas Hundeschnauzen?

Ein Leben ohne Hund ist für viele Menschen unvorstellbar. Der treuste Begleiter des Menschen ist immer an unserer Seite, macht uns glücklich und hält uns fit.

Auch für mich gibt es nichts schöneres, als mit meinen Hunden durch die Natur zu streifen, einfach mal die Seele baumlen lassen und Spaß zu haben.

Leider ist aber der Alltag mit unseren Hunden nicht immer so entspannend.

Jeder Hund reagiert anders auf verschiedene Umweltreize. Der eine mag von jedem Menschen geknuddelt werden, der andere meidet lieber fremde Menschen.

Ein Hund jagt Jogger und Fahrradfahrer, der andere lieber Kaninchen und Rehe. Der nächste Hunde läuft zwar sehr schön an der Leine, hat aber Angst vor vorbeifahrenden Fahrzeugen.

Manche Hunde können nicht alleine bleiben, nehmen den kompletten Haushalt auseinander oder verbellen jeden Besucher.

Manche Hunde wurden auch leider schon durch Beißvorfälle bekannt.

 

Die Gründe, warum Hunde dieses unerwünschte Verhalten zeigen, können sehr unterschiedlich sein.

 

Daher ist es für mich sehr wichtig, kein 08/15 Training anzubieten, sondern auf jeden Hund einzeln einzugehen.

 

Ich arbeite nach dem Prinzip der positiven Verstärkung. Mit meinen eigenen Hunden habe ich damit sehr große Fortschritte erziehlt.

Wenn Du mit positiver Verstärkung arbeitest, stärkst Du die Bindung und das Vertrauen zu Deinem Hund.

Das Augenmerk hierbei liegt darin, dass erwünschte Verhalten Deines Hundes zu verstärken. Immer, wenn er etwas gut gemacht hat, wird er dafür belohnt.

Wenn Dein Hund unerwünschtes Verhalten zeigt, wird dieses verhindert oder unterbrochen, ohne ihn dabei zu ängstigen oder einzuschüchtern.

Verhindert wird es mit Management-Maßnahmen, unterbrochen mit positiv aufgebauten Abbruchsignalen.

 

Bei Diana´s Hundeschnauzen trainieren wir nicht mit aversiven Hilfsmitteln.

Das heißt:

  • Würge- oder Stachelhalsband
  • Sprüh-Halsband
  • Anti-Zug-Geschirre
  • Wurf-Disc´s
  • Wasserspritzpistolen
  • Rütteldosen
  • Elektroschocker
  • Anti-Bellhalsband
  • Retrieverleinen
  • Leinenruck

sind nicht erlaubt.

 

 Diese Hilfsmittel beruhen auf negativen Reizen und lösen beim Hund Angst und Schreck aus. Dies ist keine gute Basis, um vertrauensvoll mit unseren Hunden umzugehen.


Ein ganz großes Anliegen

Eine Herzensangelegenheit von mir ist die Arbeit mit Welpen und Junghunden. 

Viele von uns kennen es: Der kleine Racker ist bei uns eingezogen und wir sind total verliebt. Die Zeit ist aufregend und spannend. Wir müssen uns um viele Dinge kümmern und vieles umorganisieren.

 

Wenn unser Welpe sich dann endlich eingelebt hat, sind wir ganz euphorisch und suchen uns die passende Welpenspielgruppe, wollen dem Kleinen alles beibringen und ihm die Welt zeigen.

 

Leider wird in dieser Zeit oft viel falsch gemacht und es wird vergessen, dass der kleine Welpe irgendwann ein Junghund wird. Dann wird es erst recht turbolent und die ersten Probleme tauchen auf. Unser Hund hört auf einmal nicht mehr wie vorher, er ist plötzlich ängstlich oder aggressiv, er zeiht an der Leine, zeigt plötzlich Jagdverhalten, bellt fremde Menschen oder Hunde an, usw........

Leider ist dies auch die Zeit, wo viele Hunde abgegeben werden, weil die Besitzer nicht mehr mit dem Problemverhalten zurecht kommen. Der Hund kommt ins Tierheim, dort wird das Verhalten auch nicht besser und das Phänomen "Wanderpokal" wird geboren.

 

Daher ist ein weiterer Schwerpunkt meiner Hundeschule das Training von Welpen und Junghunden. Allerdings nicht in dem Sinne, wie es in Hundeschulen üblich ist. Das Welpentraining findet vor Ort Zuhause statt und das Junghundetraining in kleinen Gruppen im alltäglichen Leben.

Denn auf einem eingezäunten Hundeplatz, ohne natürliche Umweltreize, kann kein effektives Alltagstraining stattfinden.


Um eine gute Beziehung zu unseren Hunden aufzubauen, ist natürlich der liebevolle Umgang mit ihnen das wichtigste. Aber Hunde sind auch kleine Egoisten. Sie tun oft Dinge nur, wenn sie darin einen Sinn sehen. Also müssen wir schauen, wie wir unseren Hund dazu bewegen können, Dinge zu tun, die uns wichtig sind, dem Hund aber erst mal eher weniger wichtig erscheinen, wie z.B. ordentlich an der Leine laufen, ruhig auf seinem Platz liegen bleiben, nicht das Kaninchen jagen, nicht an anderen Menschen hochspringen oder eben auch jegliche Tricks.

Und deshalb ist es mir wichtig, mit verschiedenen Belohnungsmöglichkeiten zu arbeiten. Viele denken immer, man müsse den Hund mit Futter belohnen.

Aber dies ist nicht der alleinige Weg. Bedürfnisorientiert belohnen bedeutet, dem Hund ein zur Zeit aktuelles, wichtiges Bedürfnis zu decken.

Ein Beispiel: Der Hund wittert eine Wildspur und möchte dieser folgen. Wir möchten dies aber nicht. Also geben wir dem Hund ein vorher eingeübtes Signal. Der Hund führt das Signal zuverlässig aus und bekommt dafür als Belohnung ein Hetzspiel mit dem Dummy.

Würde man den Hund in dieser Situation nur mit einem Keks belohnen, wäre es nicht bedürnisgerecht. Denn was möchte der Hund eigentlich? Hinterher hetzen. Also muss ich eine Belohnung für das Hetzen finden.

Der olle Keks wäre sehr schnell uninteressant und beim nächsten Mal würde der Hund sich wahrscheinlich denken:" Jaja, Frauchen, lass mal den Keks stecken, oder esse ihn selber. Das Reh dahinten ist viel interessanter. Bis später!!" Und schon wäre der Hund im Wald verschwunden.

 

Und so kann man zig Beispiele im Hundetraining finden. Kekse sind toll und die meisten Hunde finden es auch klasse, wenn sie welche bekommen (Labrador-Besitzer wissen wovon ich rede), aber sie passen eben nicht in jede Situation.

 

Daher lege ich in meinem Training besonderen Wert auf die verschiedenen Belohnungen im Alltag.