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Hund und Hitze - worauf Du achten solltest

Herrlich, endlich ist es Sommer und wir können uns wieder den ganzen Tag draußen aufhalten. Spazieren gehen, schwimmen, Fahrrad fahren, Eis essen, mit Freunden grillen, viele Verandstaltungen besuchen oder einfach nur Zuhause im Garten auf der Sonnenliege entspannen.

Ich liebe den Sommer und ich habe auch nichts gegen Temperaturen um die 30 Grad.

Allerdings haben meine tierischen Mitbewohner nicht immer Spaß daran.

Meine Kaninchen hassen Hitze und mein Kater bewegt sich bei den Temperaturen eher wenig.

 

Bei meinen Hunden ist das unterschiedlich. Mein Oskar legt sich immer in die Sonne, sogar bei den aktuellen Temperaturen. Er hat auch kein Problem damit, in der Mittagshitze spazieren zu gehen. Er liebt eben die Wärme. Oskar hat auch ganz kurzes Fell ohne Unterwolle.

Meine anderen drei Wuffi´s sehen das schon etwas anders. Meine Shila und meine Lilly haben ganz dickes Fell, wie ein Berner-Sennenhund. Für die zwei ist das Wetter eher nichts. Shila wird seit letztem Jahr geschoren, damit fühlt sie sich viel besser. Lilly und Shila gehen überhaupt nicht freiwillig in die Sonne. Beide liegen immer im Flur auf den kalten Fliesen.

Mein Lou liegt am liebsten auf dem Balkon im Schatten.

 

Die Spaziergänge sind zur Zeit früh Morgens und spät Abends. Ich gucke immer, dass wir irgendwo eine Badestelle finden, wo die Hunde sich etwas abkühlen können. Wenn nicht, habe ich immer Wasser dabei zum trinken.

 

Mir würde im Traum nicht einfallen, jetzt mit meinen Hunden große Runden zu laufen.

Doch leider musste ich auch jetzt wieder mit Erschrecken feststellen, dass es immer noch Hundehalter gibt, die ihre Hunde am Fahrrad mitlaufen lassen, sie über den Hundeplatz hetzten lassen, oder auf irgendwelche Veranstaltungen mitschleppen.

 

Geht mir nicht in mein Hirn. Ich selbst liebe zwar Sonne, genauso wie mein Oskar. Das heißt aber nicht, dass ich mich bei dieser Hitze auf ein Fahrrad schwingen muss oder drei Stunden in der Gegend rum wandere. Ich fahre ja noch nicht mal Mittags einkaufen. Das ist mir viel zu viel. Warum sollte ich das meinem Hund antun?

 

Ich und meine Hunde ruhen uns lieber im Garten und Hof aus. Ich kann mich sonnen oder lege mich in den Schatten, je nachdem, wie es mir gefällt. Genauso machen das auch meine Hunde.

 

Wir schauen uns mal den Hund genauer an, damit klar wird, wie manche Hunde unter der Hitze leiden und warum sie so eine Gefahr ist:

 

  • Unsere Hunde haben bekanntlich Fell. Das Fell schützt den Hund vor Kälte, Verletzungen und auch vor Wärme. Das letztere kann aber nur funktionieren, wenn das Fell ausreichend gepflegt ist und die Unterwolle heraus gebürstet wurde. Oder man verpasst dem Hund eine einfache Sommerschur. Bei meiner Shila wirkt das wahre Wunder. Allerdings sollte man nicht einfach so das Fell abrasieren. Die Unterwolle muss trotzdem regelmäßig raus gebürstet werden. Also: Fellpflege ist im Sommer sehr wichtig, damit der Hund es angenehmer hat.
  • Hunde haben nicht über den ganzen Körper verteilt Schweißdrüsen so wie wir Menschen. Ihre befinden sich an der Nase und an den Pfoten. Unser Körper wird durch schwitzen gekühlt. Hunde können sich nur durch starkes Hecheln abkühlen.  Und je wärmer es wird und je mehr der Hund sich anstrengen muss, umso höher ist die Gefahr eines Hitzeschocks. Also: Darauf achten, dass der Hund rechtzeitig Abkühlung bekommt, durch schwimmen oder in den Schatten gehen.
  • Hunde benötigen genauso wie wir viel Flüssigkeit. Also: Immer an frisches Wasser denken, wenn man mit dem Hund unterwegs ist. Zuhause natürlich auch.
  • Große Wanderungen im Hochsommer müssen nicht sein. Die meisten Hunde haben eh ein niedrigeres Bewegungsbedürfnis bei den hohen Temperaturen. Wenn sie es sich aussuchen dürften, würden wohl die meisten Hunde lieber im Schatten Zuhause im Garten verbringen. Die Gassi-Runden kann man auf die frühen Morgenstunden und die späten Abendstunden verlegen. Also: Die Hunde nicht in der Mittagshitze raus quälen. Auch besonders darauf achten, dass die Hunde nicht auf Asphalt laufen müssen, denn der heizt sich schnell auf und das tut auch den Hundepfoten weh!
  • Viele Hunde gehen gerne schwimmen. Das sollte man bei den Temperaturen dann auch nutzen. Selbst Hunde, die nicht so gerne ins Wasser gehen, sind oft froh, wenn sie einfach nur ihre Pfoten mal abkühlen können. Meine Shila z.B. schwimmt nicht so gerne, dafür legt sie sich einfach ins Wasser und bleibt darin liegen. Aber man sollte darauf achten, dass man eher an fließende Gewässer geht, statt an einen Tümpel oder kleinen See. Hier besteht die Gefahr, dass der Hund sich mit Blaualgen vergiftet. Besonders praktisch kann auch ein Hundepool sein, den man in den Garten stellt. Also: So oft wie möglich dem Hund Abkühlung durch das nasse Element verschaffen.
  • Es gibt sie bestimmt, die Hunde, die auch bei großer Hitze Beschäftigung suchen. Aber das muss nicht unbedingt körperlich sein. Man kann dem Hund dann aber Alternativen bieten. Man füllt z.B. einen Kong püriertem Obst oder Gemüse, etwas Naturjogurt oder Quark, etwas Leberwurst dazu und friert diesen dann für ein paar Stunden ein. Später gibt man dieses Hundeeis dem Hund und er darf es ausschlecken. Damit ist er erst einmal beschäftigt. Oder wenn der Hund kein Problem damit hat, kann man ihn auch mit dem Gartenschlauch abspritzen. Oder den Wasserstrahl jagen lassen. Man kann auch ein paar Leckerchen im Garten verteilen und diese den Hund suchen lassen. Also: Beschäftigung ja, aber ruhige und langsame.

Man sieht, auch an heißen Tagen kann man seine Hunde beschäftigen, aber auch gleichzeitig Abkühlung verschaffen.

 

Und ganz gaaaanz, gaaaaaaanz wichtig!!!!

 

Niemals den Hund im Auto lassen!

 

Bei den Temperaturen auch nicht nur ein paar Minuten. Das Auto heizt sich innerhalb weniger Minuten auf, selbst im Schatten. Außerdem wandert die Sonne und ein Auto, was vor 10 Minuten im Schatten stand, kann ruck zuck in der prallen Sonne stehen.

Ich selbst fahre im Moment mit meinen Hunden nur Morgens oder Abends mit dem Auto. Denn obwohl ich eine recht gut funktionierende Klimaanlage habe, ist das Auto ja erst mal aufgeheizt. Und bis die Temperatur im Auto etwas abkühlt, dauert es einfach eine Zeit lang.

 

Fazit:

Die hohen Temperaturen im Moment sollte man viel lieber dazu nutzen, sich mal auszuruhen. Mit dem Hund zu kuscheln und die Ruhe genießen. Ein schönes Buch lesen oder mit Freunden im Garten sitzen und sich Geschichten erzählen kann auch toll sein.

Wer sich unbedingt sportlich betätigen muss, kann dies ja ohne Hund tun. Viel Spaß :-))

 

Achtet auf Eure Fellnasen, besonders bei den Temperaturen. Mutet ihnen nichts zu, was Ihr jetzt im Moment auch nicht machen würdet.

 

Eure Diana und ihre Hundeschnauzen